Klimaschutz: Bei uns wärmt die Kälte

Zeichnung einer Kaufland-Filiale am Fluss

Das vorrangige ökologische Ziel für unsere Filialen ist, CO2-Ausstoß und Energieverbrauch maßgeblich zu senken. Daher wir für neue Filialen mit energieeffizienter Technik. So erfolgt die Beheizung unserer neuen Märkte über einen sogenannten Kälte-Klima-Verbund, eine unserer Maßnahmen im Bereich Klimaschutz. Diese Technologie ermöglicht es uns, natürliche Ressourcen zu schonen: Statt mit Brennstoffen wie Öl, Gas oder Holz heizen wir fast vollständig mit der Abwärme aus den Kühlregalen.

Funktionsweise

So funktioniert der Kälte-Klima-Verbund

Ähnlich dem Prinzip eines Kühlschranks wird die notwendige Kühlung für Molkerei- und Wurstprodukte, Frischfleisch sowie Tiefkühlkost durch eine Kälteanlage erzeugt. Durch zusätzliche Komponenten, so genannte Verdichter, wird die Anlage so umgerüstet, dass anfallende Abwärme im Winter zur Beheizung genutzt werden kann – oder anders ausgedrückt, sie wird gespeichert. Reicht die Abwärme einmal nicht aus, kann über eine integrierte Wärmepumpe nachgeheizt werden. Auf einen konventionellen Heizkessel und die Verbrennung fossiler Brennstoffe können wir damit komplett verzichten.

Innovative Technologien im Praxistest

Im Rahmen des betrieblichen Umweltschutzes untersuchen wir bereits seit einigen Jahren verschiedene Umweltaspekte unserer Gebäudetechnik in den Filialen. Dabei haben wir eine Menge Einsparpotenziale für Energie gefunden, die wir mit dem Kälte-Klima-Verbund nutzen können. Bevor eine Technik allerdings für eine Vielzahl von Filialen umgesetzt wird, muss sie sich zunächst in der Praxis bewähren. Im Zuge eines Praxistests wurden die Technik des Kälte-Klima-Verbundes und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten weiter optimiert. Die verfeinerte Technologie ist für Märkte in Innenstädten ebenso geeignet wie für solche in Randlagen und wird bei mehrgeschossigen Bauformen ebenso eingesetzt wie bei erdgeschossigen Märkten.

Kälte-Klima-Verbund im Winter

Dank des Kälte-Klima-Verbunds wird im Winter die bisher ungenutzte Abwärme nutzbar. Er kann über 80 Prozent der benötigten Wärmemenge abdecken. Die Abwärme wird einer Industriefußbodenheizung zugeführt, die unter der gesamten Verkaufsfläche verlegt ist. Erdreich und Bodenplatten dienen so als Speicher und können die niedrigen Vorlauftemperaturen von 38 bis 40 Grad Celsius optimal nutzen.

Nutzung der gespeicherten Wärme

Weitere Verbraucher sind die Lüftungsanlage, die Türluftschleier bei den Eingängen sowie die Heizkörper in den Büro- und Sozialräumen. Die Büro-und Sozialbereiche sind zusätzlich noch mit einer klassischen Fußbodenheizung, vergleichbar mit der Fußbodenheizung aus dem Wohnungsbau, ausgestattet. Der restliche Bedarf an Wärme wird über eine integrierte Luft-Wasser-Wärmepumpe gedeckt.

Kälte-Klima-Verbund im Sommer

Im Sommerbetrieb erzeugen die zusätzlich installierten Verdichter genügend Kälte, um Lüftungsanlage und Industriefußbodenheizung zu versorgen und die Raumtemperatur deutlich zu verbessern. Trotzdem wird weiterhin die Abwärme genutzt – beispielsweise für die Industriefußbodenheizung des Frischebereichs. Diese Abteilung wird ganzjährig mit Wärme versorgt, da die die Kühlregale gerade im Sommer sonst die ganze Zone unangenehm auskühlen würden.


Klimaticker

Umweltschutz zahlt sich aus

Beim Kälte-Klima-Verbund stimmt die Kosten-Nutzen-Rechnung in mehrfacher Weise: Mit seiner Hilfe senken wir nicht nur unsere Energiekosten, sondern verringern gleichzeitig unsere  CO2-Emissionen. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung unseres ökologischen Fußabdrucks.

Klimaticker – Stand 31. August 2016

Der Klimaticker gibt Ihnen einen aktuellen Überblick über den Umwelt- und Klimanutzen unserer Maßnahme. In 155 neuen Filialen in 7 Ländern wurde ein Kälte-Klima-Verbund realisiert. Den Gesamterfolg haben wir für Sie mit der Grafik visualisiert.