Internationales Engagement: weltweit für Mensch und Natur

Comic-Kinder rutschen auf Rutsche, diese wird als Banane dargestellt

Wir engagieren uns weltweit für verschiedene soziale und ökologische Projekte: So unterstützen wir in einem Klimaprojekt Kleinbauern in Peru oder fördern nachhaltigen Fischfang in Gambia und greifen somit den einheimischen Fischern unter die Arme.

Klimaprojekt in Peru

Existenzsicherung für mehr als 3000 Kleinbauern

Wir unterstützten zwischen Dezember 2013 und Januar 2015 ein durch Fairtrade International initiiertes Klimaprojekt in Querecotillo in der Region Piura in Peru. Mit diesem Projekt wurden Qualität und Menge der dort angebauten Fairtrade-Bananen erhalten und damit die Existenz der Kleinbauern vor Ort gesichert. Pro verkauftem Kilogramm Fairtrade-Bananen spendeten wir 50 Cent. Insgesamt kamen so – dank Ihrer Hilfe – 75.000 Euro zusammen, das auf ein Jahr angelegte Projekt wurde dadurch vollständig finanziert.

Herausforderungen des Klimawandels

Hintergrund ist, dass der Klimawandel bereits heute spürbar ist. Die Auswirkungen stellen gerade Bauern in Entwicklungsländern vor große Herausforderungen. So drohen der Provinz Piura starke Ernteverluste beim Bananenanbau – der Haupteinnahmequelle für mehr als 3.000 Kleinbauern. Ein höheres, durch den Klimawandel bedingtes Schädlingsaufkommen insbesondere bei Bio-Bananen, mindert den Handelswert der Produkte zusätzlich.

Das Klimaprojekt setzt genau an dieser Stelle an: bei den Kleinbauern ein Bewusstsein für den Klimawandel schaffen. Danach erlernten sie wertvolle Verfahren, um ihre Erträge zu erhalten und die Qualität ihrer Produkte zu verbessern. Unterstützend dazu fanden wissenschaftliche Untersuchungen zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen statt, von denen weitere Bananen-Kleinbauern und Kooperativen in Lateinamerika profitieren können. Schauen Sie einfach auf die Website von Fairtrade International unter www.fairtrade-deutschland.de oder klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie:

Ausbildung von Kleinbauern in Querecotillo

Kleinbauern werden zu Ausbildern

22 Kleinbauern – Vertreter der Produktionsgenossenschaft APOQ (Association of Small Organic Producers from Querecotillo) – wurden zu Ausbildern geschult, um wiederum selbst ausbilden zu können: insgesamt mehr als 200 weitere Produzenten.

Verbesserungsmaßnahmen werden erarbeitet

Verbesserungsmaßnahmen werden erarbeitet

Im Rahmen von Workshops wurde der Ist-Stand analysiert und mit Experten-Unterstützung Optimierungsmaßnahmen zusammengetragen. Vor allem bezüglich Anbaupraxis, Bewässerung, Wassermanagement und Pflanzenschutz.

Wissen erwerben in Feldschulungen

Wissen erwerben in Feldschulungen

In Feldschulungen erwarben die Produzenten Bodenbewirtschaftungs- und Naturschutzkenntnisse sowie Kenntnisse über das Management der Kulturen, wie zum Beispiel Pflege der Plantage und optimaler Pflanzenschutz.

Muster-Anbauflächen zur praktischen Erprobung

Praktische Erprobung der Maßnahmen

Die Bauern errichteten zwei Muster-Anbauflächen zur praktischen Erprobung der Anpassungsmaßnahmen an die veränderten Bedingungen des Klimawandels. Die Musterflächen eigneten sich zudem auch dafür, unterschiedliche Bewässerungssysteme zu testen und zu veranschaulichen.

Rein beiologische Schädlingsbekämpfung ist erfolgsversprechend

Biologische Schädlingsbekämpfung

Studenten der Universität Piura stellten fest, dass sich verschiedene Maßnahmen sehr gut zur Schädlingsabwehr eignen: beispielsweise Pflanzung von anderen Wirtspflanzen auf Bananenplantagen, Aufstellen von Farbfallen, Behandlung der Bananenstauden mit Schwefelkalkbrühe und verschiedenen Pflanzenextrakten oder Schwefelabgaben im Erdreich.

Höhere Anbauerfolge durch optimierte Methoden

Höhere Anbauerfolge durch optimierte Methoden

Die neuen Kenntnisse über bessere Anbaumethoden und Anpassungsmaßnahmen führten dazu, dass die Projektteilnehmer eine deutliche Verringerung des Schädlings- und Krankheitsbefalls erzielten und damit auch höhere Bananenerträge.

Gruppenbild von Bananenbauern

Langfristige Existenzsicherung

Das Projekt trägt zur langfristigen Existenzsicherung der Bauern bei. Von den positiven Ergebnissen profitieren aber auch viele weitere Bananenproduzenten in Lateinamerika – dank des umfassenden Netzwerks von Fairtrade International.


Fischfang-Projekt in Gambia

Förderung von nachhaltigem Fischfang

Mit dem Erlös unserer MSC-Wochen im Herbst 2011 und 2012 unterstützten wir eine Fischerei in Gambia, die sich auf den Fang der Rotzunge (Cynoglossus senegalensis) spezialisiert hat. Für jedes verkaufte Kilogramm frischen Fischs mit MSC-Siegel spendeten wir 50 Cent. Mit Ihrer Hilfe betrug der Erlös nach Aktionsende 100.000 Euro.

Verwendung der Spendengelder

Damit wurden Maßnahmen unternommen, die dem Betrieb eine MSC-Zertifizierung ermöglichte oder eine bessere Verarbeitung der gefangenen Rotzunge zur Folge hatte. Der Fischerei eröffnete sich dadurch die Möglichkeit, die Qualität der Ware zu erhöhen und neue Chancen zur Vermarktung zu erschließen. Die Nachhaltigkeit des Unternehmens wird verbessert und der Lebensunterhalt der Fischer vor Ort und deren Familien gesichert.

Vertreter der Rotzungenfischer in Gambia

Nachhaltige Fischerei sichert Zukunft

Dawda Saine, Vertreter der Rotzungenfischer im afrikanischen Gambia:

„Unsere Rotzungen-Fischerei ist eine sehr handwerkliche Fischerei. Mehr als 500 Fischer fahren jeden Tag auf ihren Pirogen raus und fangen Rotzungen, die dann vorwiegend von den Frauen der umliegenden Dörfer verarbeitet werden. Die Fischerei gibt Tausenden von Familien Arbeit und Einkommen. Umso wichtiger ist es, die Grundlage unserer Fischerei, also den Rotzungenbestand, für die Zukunft zu bewahren. Die Unterstützung durch Kaufland hilft uns dabei, nachhaltige Maßnahmen umzusetzen und die anstehende Bewertung nach MSC-Standards zu finanzieren.“

Gambische Fischer in ihrem Boot

Mehr Wissen, bessere Ausrüstung

Dawda Saine, Vertreter der Rotzungenfischer im afrikanischen Gambia:

„Neben wichtigen Maßnahmen für die MSC-Zertifizierung wird das Geld auch eingesetzt, um das tägliche Leben der Fischer vor Ort zu verbessern. Wir haben Rettungswesten und Arbeitshandschuhe gekauft, Abfallcontainer bereitgestellt und organisieren Gesundheits- und Hygieneschulungen. Zusätzlich richteten wir Boote her und statteten sie mit neuen Motoren aus, um Schutzgebiete vor illegaler Fischerei zu schützen. Weitere Schulungen sorgten dafür, dass das Wissen der Fischer für Nachhaltigkeit vertieft wurde. All das erleichtert unsere Arbeit, so dass wir die Qualität des Fisches verbessern und ihn leichter verkaufen können.“

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Hilfe für die Fischer, die Natur und die Region

Ines Biedermann, MSC Outreach Managerin für Deutschland, Österreich, Schweiz:

„Wir freuen uns, mit Kaufland einen starken Partner für die Fischer in Gambia gewonnen zu haben. Mit der Hilfe des Unternehmens rückt das Ziel der MSC-Zertifizierung, auf das die Fischer schon seit Jahren hinarbeiten, ein großes Stück näher. Diese Initiative ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie die Nachfrage nach nachhaltig gefangenem Fisch zu konkreten Maßnahmen und Investitionen führen kann. Die gemachten Fortschritte helfen den Fischern, den Küstengemeinden in Gambia und nicht zuletzt dem Fisch.“