Die Hüter der Frische 

Bei Kaufland sind spezielle Coaches im Einsatz: „Frische-Trainer“ nennt das Unternehmen die Profis, die von Filiale zu Filiale fahren, um die Teams vor Ort in Sachen Frische in Topform zu bringen. Ein Blick in den Arbeitsalltag einer besonderen Trainerrolle. 

13. November 2025 | Autorin: Alisa Kohler | Lesedauer: 5 Minuten

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Frischetrainer Bedientheke
Frischetrainer mit Obst

Wenn Robert Miller seinen Arbeitstag beginnt und dafür in einer Kaufland-Filiale die Frischebereiche unter die Lupe nimmt, dann bekommt er schon manchmal Appetit. Äpfel liegen perfekt aufgestapelt in der Auslage direkt am Filialeingang, in den Bäckereien werden gerade frische Brötchen nachgefüllt und an der Bedientheke die Ware für den Verkauf vorbereitet.

„Gerade morgens, wenn die Brötchen ganz frisch gebacken werden, hat man direkt Lust noch einmal zu frühstücken. Das ist eine kleine Herausforderung“, erzählt er schmunzelnd.

Aber dafür ist Robert Miller natürlich nicht in der Kaufland-Filiale zuständig und doch hat sein Job viel damit zu tun, dass die Kunden jeden Tag eine große Auswahl an frischen Lebensmitteln in einer Kaufland-Filiale vorfinden. Robert Miller hat bei Kaufland den Job eines sogenannten Frischetrainers. Was seltsam klingt, kann er aber mittlerweile einfach erklären:

„Einen Frischetrainer kann man sich eigentlich vorstellen wie einen Sporttrainer. Genau wie im Sport, wo Trainer Athleten durch gezielte Übungen und Trainingsprogramme zu Höchstleistungen führen, unterstütze ich unsere Mitarbeiter ihr Potenzial in den Frischebereichen von Kaufland voll auszuschöpfen."

Frischebereiche – damit sind bei Kaufland vor allem die Bedientheken für Käse, Wurst, Antipasti, Fleisch und Fisch, aber auch die umfangreichen Obst- und Gemüseabteilungen oder die großen Bäckereien gemeint. Eben alles, wo Lebensmittel ultrafrisch und in der Regel unverpackt angeboten werden:

„Gerade, weil die Lebensmittel ein sehr zeitnahes und strenges Mindesthaltbarkeitsdatum haben, sind wir als Mitarbeiter bei Kaufland gefordert, den Kunden nur die beste Qualität anzubieten und hierauf ein besonderes Augenmerk zu legen“, sagt Robert Miller.

Schulungen – individuell und praktisch

Der Arbeitstag eines Frischetrainers, in der Filiale beginnt in der Regel an den Bedientheken. Sie sind das Herzstück von Kaufland, repräsentieren die Frischekompetenz und sind dabei auch ein Alleinstellungsmerkmal, das der Vollsortimenter z.B. gegenüber Discountern hat. Robert Miller weiß aber auch:

„Die Bedientheken sind unser Aushängeschild und damit eben auch eine besondere Herausforderung im Arbeitsalltag. Hier muss alles picobello sein und die Mitarbeiter benötigen dafür gesonderte Expertise und Schulungen“, sagt er und fügt hinzu: „Bedientheken muss man einfach können.“

Hier setzt auch sein Aufgabengebiet an: Um Experte in Sachen Umgang mit Lebensmitteln, Hygiene und Frische zu bleiben, muss man, ähnlich wie im Sport, laufend trainieren und sich weiterbilden. Kaufland setzt dafür auf zum einen auf intensive Schulungen durch die Frischetrainer und klare Leitlinien, ganz praktisch arbeiten die Frischetrainer zum anderen aber auch einfach mal an einer Bedientheke mit.

„So können wir genau sehen, wie unsere Kollegen vor Ort arbeiten und trainieren mit ihnen individuelle Frische-Skills vom richtigen Aufschneiden von Käse, Fleisch und Wurst bis zum hygienischen Umgang mit Produkten und Werkzeugen.“
 

Robert an Bedientheke
Aufgeschnittenes Fleisch
Frischetrainer

Grundsätzlich durchlaufen alle Mitarbeiter bei Kaufland, zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen Schulung der Lebensmittelhygieneverordnung, eine eigene Frischeschulung, bevor sie an einer Bedientheke arbeiten. Das Besondere: Die Schulung orientiert sich immer am Wissensstand des jeweiligen Mitarbeiters.

„Ein junger, unerfahrener Mitarbeiter benötigt natürlich eine intensivere Schulung mit anderen Schwerpunkten als eine langjährige Theken-Mitarbeiterin, die beispielsweise von einem Wettbewerber zu uns gewechselt ist und nur die speziellen Kaufland-Kenntnisse vermittelt bekommen muss. Insbesondere bei Neueröffnungen und bei der Einarbeitung neuer Teams in den Frischebereichen bin ich deshalb stark eingebunden, unterstütze in der ersten Zeit verstärkt vor Ort und begleitet das Team“, erklärt Robert Miller. 

Frischetrainer an Theke

Die Inhalte der Frischeschulungen, die Robert Miller und seine rund 25 Kollegen jede Woche in vielen Filialen deutschlandweit durchführen werden im Vorfeld besprochen. Gemeinsam mit dem Warenbereichsleiter werden dann die Ziele der Schulung festgelegt. Eine Besonderheit: Alle Frischetrainer haben einen festen Filialstamm von etwa 30 Filialen, den sie über Jahre regelmäßig für Schulungen oder kleine Stippvisiten zwischendurch besuchen. Die Vorteile von Frischetrainern, die nicht Teil des Filialteams sind, liegen klar auf der Hand: Sie kennen die Kolleginnen und Kollegen vor Ort und sind so nah dran am Kerngeschäft. Gleichzeitig sind sie objektiv genug, um Verbesserungspotenzial zu erkennen und den Teams vor Ort individuelle Tipps und Verbesserungsvorschläge für die optimale Frische zu geben. Robert Miller und seinen Kollegen ist es daher ganz wichtig zu betonen:

„Wir sind keine Kontrolleure, sondern Unterstützer unserer Filialen. Das geben wir auch den Mitarbeitern immer wieder mit. Wir sehen uns als Coaches, die helfen, dass sich die Mitarbeiter verbessern können.“

Alles andere als trockene Theorie

Frischetrainer mit Gemüse

Ein bisschen Theorie gehört zu jeder Schulung dennoch dazu. Hier erklären die Frischetrainer zum Beispiel unternehmenseigene oder rechtliche Vorgaben anhand einer kurzen Präsentation. Danach geht es aber direkt in die Praxis und an die Bedientheke. Ein neuer Mitarbeiter lernt dann zum Beispiel nicht nur den hygienischen Umgang mit Werkzeug, die Reinigung der Theken oder die richtige Lagerung der Produkte, sondern auch Schnitttechniken oder das korrekte Einpacken der Ware. Insbesondere bei neuen Mitarbeitern ist das für die Frischetrainer auch eine große Verantwortung, weiß Robert Miller und bedient sich wieder einer Sportmetapher:

„Beim Fußball stellt man ja auch keinen Spieler auf den Platz, der überhaupt nicht kicken kann. Unsere Schulungen müssen also so gründlich sein, dass unsere Kollegen vor Ort später topfit in Sachen Frische sind.“ Deswegen ist es mit einer Schulung nicht getan: „Wir besuchen alle unsere Filialen regelmäßig. Wissen ist meiner Meinung nach nie vollständig und man lernt immer nur, indem man sich ständig weiterbildet. Deswegen geben wir auch artikelspezifische Schulungen, zum Beispiel zum Thema Bio-Produkte.“

Hierfür müssen natürlich auch die Frischetrainer immer auf dem neuesten Stand bleiben. Wenn er nicht gerade in den Filialen vor Ort unterwegs ist, bildet sich Robert Miller ständig weiter und ist mit anderen Fachbereichen wie dem Einkauf oder der Vertriebs-Organisation von Kaufland im Austausch. Frischetrainer erfassen zudem auch Kennzahlen wie Produktauswahl, Lieferantenanzahl, Umsatz, Absatz sowie der durchschnittliche Kunden-Bon von den jeweiligen Filialen und geben sie an die Zentrale weiter. Außerdem befassen sie sich als Vorbereitung für ihre Schulungen mit rechtlichen oder unternehmenseigenen Richtlinien in Sachen Frische und Hygiene. Ein Teil von Robert Millers Arbeit findet daher natürlich auch im Büro statt. 

Deutlich lieber ist ihm aber die Arbeit direkt vor Ort in den Filialen, mit den Kollegen und den vielen verschiedenen Produkten:

„Dafür schlägt einfach mein Herz. So wie alle anderen Frischetrainer bin auch ich quasi ein ,Kind der Theke‘, habe also einen beruflichen Hintergrund mit Frischebereichen im Handel. Viele Frischetrainer waren zum Beispiel Warenbereichsleiter oder an der Bedientheke von Kaufland tätig. Dort konnten wir bereits viele Erfahrungen sammeln, die wir durch Schulungen im Zuge der Frischetrainer-Ausbildung vertieft haben und jetzt sehr gerne weitergeben.“


Denn eines ist für den Frischetrainer klar: Frische ist bei Kaufland definitiv Teamarbeit!

„Am Ende verbindet uns, ähnlich wie Trainer und Spieler auf dem Fußballplatz, das gemeinsame Ziel: Wir wollen unsere Kunden mit kompromissloser Frische überzeugen und dem Vertrauen, das sie uns mit einem Besuch an unseren Bedientheken entgegenbringen, gerecht werden.“

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