Mehr als nur neue Kühlmöbel: Kauflands großer Kältetausch 

In einem Supermarkt macht ein neuer Kühlschrank nicht einfach nur kalt – sondern auch warm. Warum Kaufland durch rasante Modernisierungen der Kältetechnik Energie spart und die Abwärme der Kühlregale  damit zum zentralen Heizfaktor in den Kaufland-Filialen wird davon handelt dieser Text.

15. Mai 2026 | Autor: Dominik Knobloch | Lesedauer: 3 Minuten

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Kühlmöbel
Modernisierung

Vier bis sechs Monate für den Einbau eines neuen Kühlschranks? Was in der eigenen Küche wohl kaum jemand akzeptiert, ist beim Kältetausch im Supermarkt die Regel. Denn dort passiert weit mehr, als das bloße Ersetzen von alten durch neue Kühlmöbel. Die Kältetechnik ist das funktionale Zentrum, um das herum die gesamte Filiale energetisch durchdacht wird. 

Diesen Bereich zu modernisieren, bedeutet also auch einen massiven Eingriff in die Technik. Doch es lohnt sich. Denn so werden reine Energieverbraucher gleichzeitig auch zur primären Wärmequelle der Standorte. Wärmerückgewinnungssysteme, die die Abwärme der neuen Kühlmöbel für das Heizen der Kaufland-Filiale nutzen, senken den Energieverbrauch erheblich – im Schnitt um rund 220.000 Kilowattstunden pro Markt und Jahr.


 

Denn physikalisch gesehen, erzeugt ein Kühlschrank keine Kälte, sondern entzieht einem bestimmten Innenraum Wärme, transportiert sie nach außen und gibt sie an die Umgebung ab. Dadurch ist es in dem Innenraum kühl, rund um das Kühlgehäuse recht warm. Wer seine Hand einmal an die Rückwand seines Kühlschranks in der Küche hält, spürt diesen Effekt.

“Diese Abwärme wird an unseren Kaufland-Standorten nach der Modernisierung nicht mehr ungenutzt nach draußen geblasen, sondern der Lüftungsanlage zugeführt, um die Verkaufsfläche effizient zu beheizen. Die Abwärme der Kälteanlagen deckt bereits einen Großteil des Heizbedarfs der Filialen ab. Die restliche benötigte Leistung wird häufig durch moderne Wärmepumpen ergänzt”, sagt Paul-Werner Neisser-Deiters, Leiter Energiemanagement bei Kaufland.


 

Beispiellose, logistische Dimension

Kühlmöbel

“Hier heizen nun vor allem die neuen Kühlmöbel." 

Diesen Satz konnte Kaufland nach dem Geschäftsjahr 2025 schon zu über 50 Standorte sagen, die umfassend modernisiert worden sind. Für 60 weitere wird dieser nach dem aktuellen Geschäftsjahr gelten.  Das bedeutet, dass derzeit im Schnitt mehr als eine Filiale pro Woche technisch runderneuert wird. Die logistische Dimension ist beispiellos in der Branche. 

Denn an den vier bis sechs Monate, die ein kompletter Kältetausch in der Regel dauert, hängt ein komplexer Umbau der Gebäudetechnik, der auch die Lüftungsanlagen und die Technik auf dem Dach umfasst. 

Los geht es in der Objektplanung: Von der Einholung komplexer Baugenehmigungen bis hin zu statischen Prüfungen für schwere Dachlasten. Ein Projektleiter Energie begleitet dann die gesamte Bauphase, ehe die Anlage für den Betrieb an das Technische Facility Management übergeben wird. 

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