Melonenpower aus der Nachbarschaft

Wassermelonen kommen aus der Türkei, Italien, Spanien – oder aus Lauffen in Baden-Württemberg. Wie es eine regionale Wassermelone in die Regale von Kaufland schafft. 

28. August 2025 | Autorin: Alisa Kohler | Lesedauer: 3 min

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Wassermelone Lauffen
Günther Schmid mit Wassermelone

Lauffen am Neckar, eine kleine Stadt zwischen Heilbronn und Stuttgart, ist bekannt für Wein und vor allem für hervorragende Kartoffeln. Der kräftige Boden und das milde Klima in der Region sind optimale Voraussetzungen für den Kartoffelanbau. Auch die Familie Schmid aus Lauffen baut hier seit mehr als drei Generationen Kartoffeln an – und inzwischen auch weit mehr als das. Betrachtet man die Felder genau, dann sieht man zwischen den ordentlichen Reihen an Kartoffeln auch ein paar Pflanzen, die nicht so ganz ins Landschaftsbild passen. Günther Schmid, Landwirt und mit seinem Vater Ernst Betreiber des Hofs, läuft vorsichtig an den grünen Pflanzen vorbei, geht in die Hocke, streicht die Blätter zur Seite und zeigt voller Stolz auf eine Wassermelone. Wie es dazu kam?

„Bereits vor einigen Jahrzehnten hat mein Vater einen Versuch gestartet, hier in Lauffen Wassermelonen anzubauen. Aber die Wassermelone ist wirklich sehr empfindlich. Man kann sie sehr schnell zu viel oder zu wenig gießen und sie verträgt keine Temperaturen unter 10 Grad. Daher ist das Risiko im Freilandanbau relativ hoch. Es fehlte einfach immer ein verlässlicher Partner, mit dem wir das Melonenprojekt angehen konnten”, erzählt Günther Schmid. 

An dieser Stelle kam dann Kaufland ins Spiel. Der Lebensmittelhändler bietet in einigen seiner Filialen nun Lauffener Wassermelonen als regionales Obst an. Nach einiger Zeit konnte Günther Schmid also seine erste eigene Wassermelone, Made in Lauffen, in den Händen halten. Eine echte Rarität, wenn man bedenkt, dass diese eigentlich hauptsächlich in Ländern mit heißem Klima angebaut werden.

Südländische Wassermelonen – bei Kaufland regional angebaut

Bis eine Wassermelone nach Deutschland und damit in die Regale von Supermärkten wie Kaufland wandert, legt sie also in der Regel einen weiten Weg zurück. Bei Günther Schmid ist das anders: Von seinem Hof bis zur nächsten Kaufland-Filiale in Heilbronn sind es nur rund 20 Kilometer. Die fährt er selbst mit seinem Anhänger und bringt die Melonen direkt an den Wareneingang der Filiale, von wo aus sie frisch in die Regale geräumt werden. Von der Ernte bis zur Obst- und Gemüseabteilung von Kaufland vergehen daher in der Regel keine 24 Stunden. Auch weitere Filialen in der Region sind mittlerweile auf den Geschmack gekommen – langweilig wird es Schmid nicht.

„Frischer“, davon ist auch Teresa Baumann überzeugt „kann man eine Wassermelone nirgends bekommen.“

Teresa Baumann verantwortet im Einkauf von Kaufland das Thema Regionalität. Gemeinsam mit ihrem Team kümmert sie sich um das regionale Sortiment.

„Bei Kaufland sind wir in Sachen Regionalität echte Überzeugungstäter“, berichtet sie und man spürt sofort die Leidenschaft, mit der sie über dieses Thema spricht.

Man muss dazu wissen, dass Regionalität in Deutschland kein geschützter Begriff ist, was dazu führt, dass die Bandbreite, zwischen dem, was als regional bezeichnet wird, oft sehr groß ist.

„Wir wollen für unsere Kunden maximale Transparenz und haben daher einen Radius von 30 Kilometern festgelegt. Nur, was in diesem Umkreis um eine Kaufland-Filiale produziert wird, darf bei uns als regional gekennzeichnet werden.“

Der Radius von 30 Kilometern ist natürlich nicht einfach willkürlich festgelegt.

“Regionalität und Heimat sind ja auch emotionale Begriffe. Es hat sich einfach gezeigt, dass Menschen alles, was ungefähr 30 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt passiert, als regional und heimisch wahrnehmen. Hier kennen sie den Winzer, den Landwirt oder den Imker und wissen, was und wie sie produzieren.”

Günther Schmid mit Melone auf Feld
Melone auf Feld
Wassermelonen aufgeschnitten

Regionale Produkte, wie die von Günther Schmid, bieten dem Lebensmittelhändler viele Vorteile, weiß Teresa Baumann:

„Sie haben durch die Saisonalität und die geringen Transportwege einen sehr niedrigen CO2-Fußabdruck. Eine herkömmliche Wassermelone kann ja sonst niemals vom Landwirt selbst an unsere Filiale geliefert werden. Außerdem stärken wir mit den regionalen Lieferbeziehungen die Wirtschaft vor Ort, unterstützen lokale Betriebe und erfreuen nicht zuletzt auch unsere Kunden. Denn die sind immer wieder ganz verblüfft, wenn sie bei ihrem Wocheneinkauf bei Kaufland plötzlich ein Produkt von ihrem Landwirt um die Ecke in den Händen halten.“


Neben den „üblichen Verdächtigen“ wie Bier, Mineralwasser, Wein oder Obst und Gemüse, die in Deutschland als regionales Lebensmittel bekannt sind, ist Kaufland, so Teresa Baumann, auch immer offen dafür, sich auf Experimente, wie die Lauffener Wassermelone, einzulassen. Denn die braucht, ergänzt Landwirt Günther Schmidt, starke Partner wie Kaufland:

„Ich habe schnell gemerkt, dass der Anbau von Wassermelonen mit gewissen Herausforderungen verbunden ist. Die Wetterlage schwankt immer extremer. Erst ab Juni oder Juli stabilisiert sich das Wetter in der Regel dann wären die Melonen allerdings erst Ende September reif und da kaufen die Menschen schon wieder lieber Kürbisse als Wassermelonen.“

Schmids Lösung: Er bezieht die Jungpflanzen aus Italien und pflanzt sie auf sein Feld. „Ohne Kaufland, die mir eine sichere Abnahme garantieren, wäre die Wassermelone einfach nur ein Hobby, das ich recht schnell wieder aufgeben würde“, resümiert er. Dank Teresa Baumann und ihrem Team hat er feste Ansprechpartner, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen – und sich natürlich auch über das leckere Ergebnis seiner Arbeit freuen. Pünktlich zum warmen Wetter im deutschen Sommer, wo sie die Kunden am liebsten mögen, sind die Wassermelonen aus Schwaben dann reif.

"Die Wassermelonen aus Lauffen sind ein gutes Beispiel dafür, was unser regionales Sortiment auszeichnet. Unsere Kunden finden hier auch immer wieder verblüffendes. Denn wer weiß schon, dass Wassermelonen überhaupt in Deutschland angebaut werden können”, sagt Teresa Baumann.

Für Überraschungen ist auch Günther Schmid immer zu haben, denn der Landwirt ist in Gedanken schon bei seinem nächsten Projekt. Direkt neben der Wassermelone baut er jetzt auch Ingwer an – Made in Lauffen – der sonst eigentlich nur aus Asien oder Südamerika zu haben ist. 

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