„Vereinfacht kann man es sich so vorstellen, dass jeder Automat ca. 450 Mehrwegflaschen oder Dosen und 3.000 Kästen in seiner Kaufland-Datenbank gespeichert hat. Hierdurch kann er nahezu jedes Leergut erkennen und annehmen – oder eben nicht“, sagt der Experte und fügt hinzu: „Welche Arten von Flaschen der Automat kennt, sieht man, wenn man zum Beispiel aus dem Urlaub eine Glasflasche mit nach Hause gebracht hat und sie abgeben möchte. Diese wird vom Automaten dann nicht erkannt und muss entsorgt werden.”
Die Leergutautomaten benötigen deshalb auch einen Onlinezugang bzw. eine Schnittstelle, um zum Beispiel Einweg-Mengenmeldungen mit dem Pfandkontodienstleister auszutauschen oder Boninformationen an das Kassensystem zu versenden. Die Mehrwegabrechnung erledigt jeder Markt direkt mit seinen jeweiligen Lieferanten oder seinem Getränkefachgroßhändler. Damit die Abrechnungen einwandfrei funktionieren, werden die Einweg-Stammdaten der DPG, des Deutschen Pfandsystems, täglich eingespielt. Die Mehrweg-Datenbank wird vom jeweiligen Automatenhersteller etwa einmal im Monat aktualisiert. Steht die Mehrwegflasche auf dieser internen Liste des Automaten, nimmt dieser das Leergut an. Es wird mit einem Fließband in den Rückraum des Pfandautomaten geleitet. Dort werden die Flaschen auf einem Flaschensammeltisch aufgefangen. Mit Getränkekisten passiert fast dasselbe. Eine Kamera prüft von oben, links und rechts die Höhe, Breite und Länge der Kisten und sucht nach Erkennungsmerkmalen wie Logos oder Mustern. Zudem wird die Anzahl der Flaschen erfasst. Im Rückraum des Pfandautomaten kommt dann, trotz aller Technik, wieder der Mensch ins Spiel.