Kaufland tritt Nationalem Dialogforum Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bei

Neckarsulm, 24. März 2021
Verschiedenes Gemüse

Allein in Deutschland werden jährlich über zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Mit vier Prozent ist der Anteil des Lebensmittelhandels am Gesamtaufkommen dabei zwar gering, dennoch gibt es noch Optimierungspotenzial. Kaufland setzt nun ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und bestätigt den Beitritt zum Nationalen Dialogforum des Groß- und Einzelhandels zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung durch die Unterzeichnung der Beteiligungserklärung. Das Dialogforum ist Teil der Nationalen Strategie der Bundesregierung zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung.

Bei Kaufland arbeitet man bereits seit vielen Jahren mit Erfolg daran, das Aufkommen von Lebensmittelverlusten im eigenen Verantwortungsbereich auf ein Mindestmaß zu beschränken.  Mit der Beteiligung am Dialogforum macht das Unternehmen deutlich, dass es auf bisher erreichte Erfolge aufbaut und immer weiter an einer Verringerung der Lebensmittelverschwendung arbeitet.

Beteiligte Unternehmen des Dialogforums verpflichten sich freiwillig, konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelabfällen umzusetzen. Im Sinne der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung geht es im Handelsforum darum, das Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung SDG 12.3 für den Handelssektor umzusetzen. Verbindlich sind eine Kooperation mit einer sozialen Einrichtung sowie eine Datenerfassung im eigenen Unternehmen. Darüber hinaus geht es um die greifbare Reduzierung von Lebensmittelabfällen: im Unternehmen, an den Schnittstellen zu den Lieferanten als auch in der Lebensmittelweitergabe. Bis Sommer 2022 erarbeiten die beteiligten Unternehmen eine Zielvereinbarung, zur Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030.

Vielfältige Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen

Die Beteiligung am Dialogforum gliedert sich bei Kaufland in eine Reihe vieler Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelverlusten ein. Als Basis dient das vor einigen Jahren umgestellte Warenwirtschaftssystem. Ergänzt wird dieses durch vielzählige weitere Maßnahmen wie beispielsweise:

  • Weitere Optimierung der Dispositionssysteme (Datenqualität, Prognosen, externe Einflussfaktoren)
  • Rechtzeitige Preisreduzierung in allen Warenbereichen in Abhängigkeit von Mindesthaltbarkeitsdatum zu filialindividuellem Bestand, Kundenfrequenz und Ladenöffnungszeit
  • Fokus auf frischesensible Artikel mit kurzen Mindesthaltbarkeitsdaten (Beispiel Obst und Gemüse oder Theke) aufgrund höherer Anforderungen im Warenhandling
  • Vermittlung von Informationen zur Lebensmittelrettung an unsere Kunden über reichweitenstarke Kommunikationskanäle
  • Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern „Die etwas Anderen“ dauerhaft im Sortiment
  • Bereits 20-jährige Partnerschaft mit der Tafel: mehrmals wöchentliche Lebensmittelspenden nahezu aller deutschen Filialen
  • Erarbeitung von Digitalisierungsstrategien für und durch die Zusammenarbeit mit der Tafel
  • Regelmäßiger Wissenstransfer bei Mitarbeitern zur Sensibilisierung im Umgang mit Lebensmittelverlusten
  • Hinweise für Kunden zum richtigen Verständnis von Haltbarkeitsdaten auf ausgewählten Produktverpackungen
  • Kooperationen bzgl. der aktiven Ausvermarktung von Restbeständen am Abend (Bsp. Partnerschaft mit „Too Good To Go“)
  • Dauerhafte Dokumentation, Analyse und Erkenntnisgewinnung anfallender Lebensmittelabfälle und deren Vermeidung.

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