Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Bedarfsgerechte Bestellungen, Zusammenarbeit mit Tafeln, Angebot von optisch nicht perfektem Obst und Gemüse sowie Hinweise auf Produktverpackungen: Erfahren Sie mehr über unsere vielfältigen Maßnahmen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln.

Abläufe in unseren Filialen

Von Mengenkalkulation bis Preisreduktion

Unser Ziel ist es, Ihre Bedürfnisse in Hinblick auf Qualität und Frische ebenso wie in Bezug auf die Menge zu erfüllen. Bereits vor der Bestellung von Lebensmitteln prüfen wir, welche Mengen der einzelnen Produkte in den Filialen benötigt werden. Dazu nutzen wir ein automatisiertes Bestellsystem, mit dem der Bedarf leichter geplant und die korrekte Menge pro Filiale und Tag automatisch ermittelt werden kann. Die sogenannte Autodisposition berechnet die Bestellmenge auf Basis des aktuellen Bestands und der Abschriften, die aus zu großen Mengen entstanden sind. Mithilfe dieses Bestellsystems bleibt weniger unverkaufte Ware übrig.

Obst und Gemüse: Preisreduktion kurz vor Ladenschluss

Damit wir so wenig Lebensmittel wie möglich wegwerfen müssen, haben wir für unser Obst und Gemüse eine weitere Maßnahme getroffen: Wir reduzieren täglich kurz vor Ladenschluss die Preise, wenn die Produkte am nächsten Tag zwar noch verzehrfähig, aber nicht mehr verkaufsfähig wären.


Lebensmittelspenden

Zusammenabeit mit Tafeln, Foodsharing und mehr

Produkte, die nicht mehr verkaufsfähig, aber noch verzehrfähig sind, geben wir zum Beispiel an karitative Einrichtungen ab. Viele Kaufland-Filialen arbeiten zudem bereits mit den Tafeln zusammen und stellen mehrmals pro Woche Waren für die ehrenamtlichen Helfer der Tafeln zur Abholung bereit. An über 80 Standorten kooperieren wir außerdem mit der Initiative „foodsharing“, die übrig gebliebene Lebensmittel von Betrieben und Privatpersonen vor der Entsorgung rettet.

Mehr zur Initiative „foodsharing“ erfahren Sie hier: www.foodsharing.de

Kaufland-Mitarbeiterin übergibt Kiste mit Lebensmitteln für die Tafeln

Interview mit Alexander Nestoridis (Diakonie Heilbronn)

Im Interview spricht Alexander Nestoridis von der Diakonie Heilbronn, Träger der lokalen Tafeln, darüber, wie wichtig die Lebensmittelspenden sind.

Herr Nestoridis, welche Lebensmittel werden in den Tafeln am dringendsten gebraucht?
Einen besonders hohen Bedarf haben wir immer an trockenen Lebensmitteln wie Mehl, Öl, Zucker, Nudeln oder Reis.

Wie genau sieht die Zusammenarbeit mit Kaufland aus?
Frische oder schnell verderbliche Waren werden täglich in den teilnehmenden Märkten von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern mit Kühlfahrzeugen abgeholt. Diese stehen zum vereinbarten Zeitpunkt abholbereit an der Rampe und können so sofort verladen werden.

Was bedeuten die Lebensmittelspenden für die Tafeln?
Im Raum Heilbronn existieren vier feste Tafelstandorte, Ladeneinrichtungen und drei mobile Tafeln. Wir erreichen und versorgen damit rund 12.000 Menschen. Für uns ist es sehr wichtig, einen vertrauensvollen Partner wie Kaufland zu haben, auf dessen Spenden wir uns verlassen können und mit dem die Zusammenarbeit reibungslos klappt.

Wie viele ehrenamtliche Helfer arbeiten für die Tafeln in Heilbronn und welche Aufgaben übernehmen sie?
Insgesamt arbeiten aktuell 220 ehrenamtliche Mitarbeiter bei den Heilbronner Tafeln. Das Aufgabenfeld ist dabei riesig: Fahrer, Reinigungskräfte oder Verkaufspersonal. Wir können immer Unterstützung gebrauchen!

 

Gemeinsam die Tafeln unterstützt

Abbildung von verschiedenen Produkten der Kaufland-Eigenmarken

Vom 28. Mai bis 10. Juni 2020 haben Sie gemeinsam mit uns die Aktion „Kauf eins mehr“ zugunsten der Tafeln unterstützt. Dafür stand in unseren Filialen eine Spendenbox für ungekühlte, haltbare Produkte bereit. Mithilfe Ihres zahlreichen Engagements konnten wir gemeinsam mit den Tafeln viele Bedürftige in Deutschland erreichen. Dafür sagen wir Danke!

Weitere Informationen zu den Tafeln und zu der Aktion erhalten Sie hier: www.tafel.de


Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern

„Die etwas Anderen“: optisch nicht perfekt aber genauso lecker

Möhre, Apfel und Kartoffel mit besonderen Formen

Unter dem Titel „Die etwas Anderen“ setzen wir uns ebenfalls gegen Lebensmittelvernichtung ein und nehmen auch Obst und Gemüse mit optischen Mängeln von unseren Landwirten ab. Denn wir finden: Echter Geschmack kennt keine Form.

Auch wenn „Die etwas Anderen“ außergewöhnlich aussehen, stehen sie qualitativ ihren „hübschen“ Geschwistern in nichts nach. Schon ein einziger Stein im Feldboden sorgt dafür, dass beispielsweise eine Möhre eine andere Form als gewöhnlich annimmt.


Produkthinweis „Oft länger gut“

Informationen auf Produktverpackungen unserer Eigenmarken

Logo „Oft länger gut”

Ab sofort ergänzen wir auf den Verpackungen ausgewählter Eigenmarkenprodukte das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) um den Aufdruck „Oft länger gut“. Damit beteiligen wir uns an der bundesweiten Mindesthaltbarkeitsdatum-Kampagne des Unternehmens „Too Good To Go“.

Laut Angaben des WWF werden jedes Jahr in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, davon über 40 Prozent in Privathaushalten. Zum Teil geschieht dies aufgrund eines Missverständnisses: Fast die Hälfte der Bundesbürger verwechselt das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verbrauchsdatum.

Unterschied zwischen Verbrauchs- und Mindesthaltbarkeitsdatum

Nur das Verbrauchsdatum gibt an, bis wann ein Produkt verzehrfähig ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt lediglich an, bis wann ein Produkt garantiert seine Eigenschaften wie Geruch, Aussehen oder Konsistenz behält. Meist ist das noch weit über dieses Datum hinaus der Fall. Genau dafür möchten wir mit den folgenden Informationen auf der Verpackung sensibilisieren und bewusst machen, wie wertvoll Lebensmittel sind.

Vier Schritte, mit denen Sie selbst weniger Lebensmittel wegwerfen

Machen Sie mit und helfen Sie mit vier einfachen Schritten dabei, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden:

  1. Sehen: Überprüfen Sie, ob das Lebensmittel optisch noch genießbar erscheint.
  2. Riechen: Riecht das Produkt noch frisch?
  3. Schmecken: Überprüfen Sie anhand einer kleinen Menge, ob das Produkt normal schmeckt.
  4. Genießen: Wenn bei allen Tests nichts auffällig war, dann lassen Sie es sich schmecken.
Hier erfahren Sie mehr zur Kampagne von „Too Good To Go“: www.toogoodtogo.de