Handeln gegen Mikroplastik

Kleinste Kunststoffpartikel belasten uns und unsere Umwelt fast unbemerkt – jeden Tag ein bisschen mehr. Deshalb setzen wir uns für eine Welt ohne Mikroplastik ein und verzichten nach und nach überall dort wo es möglich ist auf dessen Verwendung.

Unser Ziel

Was wir erreichen wollen

Bereits 2013 haben wir uns in unserer „Selbstverpflichtung (ohne) Mikroplastik“ dazu verpflichtet, bei unseren Eigenmarkenprodukten im Bereich Kosmetik, Körperpflege sowie Wasch- und Haushaltsreinigungsmittel komplett auf Mikroplastikteilchen zu verzichten. Diese wurden unter anderem durch natürliche und nachwachsende Rohstoffe ersetzt.

Inzwischen haben wir unsere Definition von Mikroplastik im Rahmen unserer übergreifenden Plastikstrategie REset Plastic erweitert: Neben den genannten Kunststoffteilchen beinhaltet sie weitere nicht biologisch abbaubare, synthetische Polymere.

Unser Ziel ist es, die Rezepturen aller Eigenmarken-Produkte im Bereich Kosmetik- und Körperpflege sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel – einschließlich Autopflege – bis Ende 2021 umzustellen und auf Mikroplastik und nicht biologisch abbaubare, synthetische Polymere zu verzichten, sofern dies keine erheblichen Einschränkungen der Produktleistung oder -sicherheit mit sich bringt. Die Rezepturen aller Baby-Körperpflegeprodukte von bevola Baby® enthalten bereits heute kein Mikroplastik.1


Was ist Mikroplastik?

„Rezeptur ohne Mikroplastik“: unsere neue, erweiterte Definition

Unter „Mikroplastikteilchen“ verstehen wir feste, visuell erkennbare Kunststoffteilchen kleiner 5 mm mit Abriebeffekt, die nicht wasserlöslich sind. Hierbei berücksichtigen wir aktuell die Kunststoffe Polyamide (PA), Polyethylene (PE), Polyethylenterephthalat (PET), Polyester (PES), Polyimide (PI), Polypropylene (PP), Polyurethane (PUR).

Sprechen wir von „Rezeptur ohne Mikroplastik“ beziehen wir weitere nicht biologisch abbaubare, synthetische Polymere2, die fest, dispergiert, gelartig, gelöst oder flüssig vorliegen können, in unsere Definition mit ein. Hierunter zählen wir unter anderem Polyacrylate (z.B. Acrylate Copolymere, Acrylate Crosspolymere, Polyacrylate, Carbomer, Polymethylmethacrylat, Polyacrylamide), Polyquaternium, Polystyrene, Silikone (z.B. Methicone, Dimethiconol, weitere Siloxane und Silane), PEG > 35, PPG >50, Polyvinyle (z.B. Polyvinylpyrrolidone (PVP)), Polylactic Acid (PLA), Ethylen-Vinylacetat-Copolymere.


Entstehung

Mikroplastik - Entstehung und Verwendung

Schaubild mit Entstehung von Mikroplastik

Bei der Entstehung von Mikroplastik unterscheidet man zwei Arten: Unter primärem Mikroplastik, Typ A, versteht man Stoffe, die industriell hergestellt werden. Es handelt sich um Mikroplastikteilchen oder weitere nicht biologisch abbaubare, synthetische Polymere, die in Produkten gezielt eingesetzt werden, um ihnen bestimmte Eigenschaften zu verleihen.

Sie übernehmen in Kosmetika, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln wichtige Funktionen zur Produktsicherheit und -leistung, wie zum Beispiel:

  • bessere Wasserfestigkeit (Sonnenschutzmittel)
  • stärkerer Festigungseffekt (Haarstyling-Produkte)
  • gegen Überschäumen/Abfärben von Textilien (Waschmitteln)
  • schmutzabweisende Wirkung auf Oberflächen (Glasreiniger)

Zum anderen entsteht primäres Mikroplastik erst während der Nutzung, beispielsweise Reifenabrieb oder synthetische Fasern beim Waschen (Typ B). Laut dem Fraunhofer-Institut UMSICHT ist der Abrieb von Reifen sogar die mengenmäßig größte Quelle für primäres Mikroplastik in der Umwelt.3

Sekundäres Mikroplastik entsteht hingegen beim Zerfall größerer Plastikteile in der Umwelt. Beispiele hierfür sind im Meer treibende Plastiktüten oder Fischernetze, die sich aufgrund der Witterungsverhältnisse im Laufe der Zeit mechanisch zerkleinern.


Unser Engagement

Ihre Wahl, unser Versprechen 

Siegel: Rezeptur ohne Mikroplastik

Mithilfe unseres Siegels „Rezeptur ohne Mikroplastik“ können Sie bei Ihrem Einkauf auf einen Blick erkennen, ob Mikroplastik in einem unserer Eigenmarkenprodukte enthalten ist oder nicht. Das Siegel bezieht sich auf die Rezeptur der jeweiligen Produkte, nicht auf die Verpackung oder Trägerstoffe wie Tücher oder Pads.

Sie finden das Siegel auf der Vorder- oder Rückseite der Verpackung unserer Produkte ohne Mikroplastik. Entscheiden Sie sich bei Ihrem Einkauf für ein Produkt mit dem Siegel „Rezeptur ohne Mikroplastik“, können Sie dazu beitragen, die Belastung durch Mikroplastik in der Umwelt zu reduzieren. Ganz einfach können Sie so einen sehr wichtigen Beitrag zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt beisteuern.

Logo des Forschungsinstituts Fraunhofer UMSICHT

Als wissenschaftlicher Kompetenzpartner begleitet uns das unabhängige Forschungsinstitut Fraunhofer UMSICHT (Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik) in der Umsetzung der formulierten Ziele.

Seit 1990 erforscht und entwickelt das Institut gemeinsam mit Partnern Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, um unsere Umwelt nachhaltig zu optimieren. Durch seine Kompetenzen in den Bereichen „Circular Economy“, Biokunststoffe, Kunststoffe in der Umwelt, Mikroplastik und Ökobilanzierung unterstützt uns das Institut bei unseren nachhaltigen Zielen rund um das Thema Mikroplastik. Hier finden Sie mehr Informationen zum Institut: https://www.umsicht.fraunhofer.de/