Klimafreundlichere Standorte

An all unseren Standorten arbeiten wir daran, konkrete ökologische Standards in Bau und Betrieb konsequent umzusetzen. Um Energie effizient zu gebrauchen und einzusparen, nutzen wir beispielsweise Solaranlagen, Kälte-Wärme-Pumpen und die Abwärme unserer Kühltruhen in den Filialen. Mithilfe ressourcenfreundlicher Baumaterialien integrieren wir ökologische Kriterien bereits in die Planungsphase.

Zudem fördern wir die Biodiversität an unseren Standorten durch gezielte Maßnahmen, wie beispielsweise die insektenfreundliche Gestaltung unserer Außenanlagen oder die Begrünung von Dachflächen beim Bau und Betrieb unserer Gebäude.

Energiemanagement

Erhöhung der Energieeffizienz

Wir reduzieren unseren Energieverbrauch durch technische Innovationen und gezielte Prozesse in unseren Filialen und Logistikzentren. Mit unserem Energiemanagement verfolgen wir das Ziel, energieeffiziente Verhaltensweisen der Mitarbeiter zu fördern, die Energieeffizienz der Immobilien zu erhöhen und diese durch technische Optimierungen ressourcenschonend zu betreiben. Wir sind stets interessiert an weiteren geeigneten Maßnahmen, um unseren Energieverbrauch zu senken, und nutzen dabei auch Vorschläge von Mitarbeitern aus dem internen Ideenmanagement.

Im Folgenden erhalten Sie Einblicke in unsere konkreten Maßnahmen:

Laptop

Steigerung der Energieeffizienz

Zur Steigerung unserer Energieeffizienz setzen wir gezielt auf die Steuerung mithilfe von intelligenten Energiemanagementsystemen. Anhand dieser Managementsysteme lassen sich frühzeitig Ineffizienzen und Optimierungspotenziale identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten. Kaufland führt darüber hinaus regelmäßige interne und externe Audits für eine Evaluierung des Energiemanagements durch.

Energiemanagement

Zertifizierung nach ISO 50001

Kontinuierlich arbeiten wir an einer Verbesserung unserer Energieeffizienz. Dafür wurde das Energiemanagement an Filialstandorten, Fleischwerken, Logistikzentren und Verwaltungsgebäuden in all unseren Landesgesellschaften nach der internationalen Norm ISO 50001 zertifiziert. Alle Unternehmen der Kaufland Fleischwerke sind zusätzlich nach ISO 14001 zertifiziert. Zur Identifikation von Reduktionspotenzial erheben, überwachen und überprüfen wir die Verbrauchsdaten unserer Standorte. Des Weiteren werden über das Energiemanagement unnötige Energieverbräuche aufgedeckt und künftig vermieden.

Abteilung Obst und Gemüse in Filiale

Strom aus erneuerbaren Energien

Als zentrale Aktivität zur Erreichung unserer Klimaziele beziehen wir bei Kaufland seit dem Geschäftsjahr 2022 nahezu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien (97,7 Prozent im Geschäftsjahr 2025, bilanziell abgesichert durch Herkunftsnachweise, ausgenommen Bezugsverträge, die Kaufland nicht beeinflussen kann, wie zum Beispiel bei einzelnen Mietobjekten mit Strombezugsbindung).

LED-Beleuchtung auf Parkplatz

Energiereduktion durch LEDs

Wir setzen bei unseren Märkten sowie in den Logistikverteilzentren und Verwaltungsgebäuden auf ein LED-Beleuchtungskonzept: Derzeit sind in Deutschland alle 787 Märkte mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Übrigens: Auch die Beleuchtung unserer Parkplätze haben wir bereits umgestellt. 

Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen

Ein weiterer Punkt, der in unserem ressourcenschonenden Baukonzept tief verankert ist, sind die Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Filialen sowie auch auf Logistik- und Verwaltungsgebäuden, um eigenerzeugte erneuerbare Energie zu nutzen. Die Planung und Installation von Photovoltaikanlagen erfolgt nach sorgfältiger Standortanalyse, um das volle Potenzial der Solarenergie zu nutzen und die Effizienz der Anlagen zu maximieren. In Deutschland verfügen wir bereits über eine installierte Leistung von 22.470 kWp. Rechnerisch lässt sich damit der jährliche Strombedarf von rund 6.400 Einfamilienhäusern decken (angenommen wird ein durchschnittlicher Energiebedarf von etwa 3.470 kWh pro Einfamilienhaus). 

Kühlabteilung in Filiale

Kälte-Klima-Verbund

Seit 2012 setzen wir für alle neuen Standorte unter dem Namen Kälte-Klima-Verbund ein neues Energiekonzept ein, welches die Abwärme aus den Kühlanlagen effizient zur Beheizung der Filialen nutzt. Im Winter deckt dieses System über 80 Prozent des Wärmebedarfs ab. Eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe ergänzt das System bei Bedarf im Heizfall und sorgt zudem für die Temperierung des Gebäudes im Sommer. Durch den Einsatz dieser Technologie reduziert Kaufland den Energieverbrauch und die CO₂e-Emissionen. Zur weiteren Reduzierung der Emissionen werden die Kühlmöbel in über 260 Filialen von Kaufland mit natürlichen Kältemitteln wie Propan oder CO₂ betrieben. Bei der Modernisierung unserer Filialen ersetzen wir zudem zunehmend die fossilen Wärmeerzeuger durch Wärmepumpen.

Kühlmöbel

Kühlmöbel ohne Kälteverlust

Wir vermeiden Kälteverlust, indem wir Kühlmöbel mit Türen oder Glasschiebedeckel ausstatten. Diese Art effizienter Kühlmöbel finden Sie bei allen Neueröffnungen und Modernisierungen unserer Kaufland-Filialen.

Verteilzentrum Lübbenau

Verteilzentrum Lübbenau

Auf den Dächern des Logistikzentrums in Lübbenau befindet sich auf rund 72.000 Quadratmetern (was mehr als zehn Fußballfeldern entspricht) die größte Photovoltaikanlage von Kaufland in Deutschland. Mit über 12.200 verbauten Modulen und einer Leistung von rund 5.100 kWp deckt die Anlage mehr als ein Drittel des gesamten Energiebedarfs des Verteilzentrums direkt vor Ort ab. Darüber hinaus nutzen wir den Tiefkühlraum im Verteilzentrum als Energiespeicher anstelle einer sehr teuren Batterie und können so mehr erneuerbare Energien am Standort nutzen und die Stromnetze entlasten.

Kaufland Fleischwerke

Auch die Kaufland Fleischwerke haben sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch in den eigenen Werken systematisch zu optimieren. Optimierte Produktionsplanungsprozesse und die Zusammenfassung von Produktionslinien führten bereits zu Effizienzsteigerungen, die sich positiv auf die Energiebedarfe auswirken. Aktuelle Maßnahmen zur Optimierung und Erneuerung unserer Kälteanlagen, aber auch die regelmäßige Überprüfung der Druckluftanlage können hier beispielhaft genannt werden. Bei der Beschaffung neuer Anlagen wird konsequent auf energieeffiziente Lösungen gesetzt. 


Baumaterialien

Recycelte und nachwachsende Baustoffe

Beim Bau neuer Filialen, Verwaltungsgebäude und Logistikzentren achten wir darauf, energieeffiziente und möglichst viele recycelte oder nachwachsende Baustoffe zu verwenden. Denn auch dadurch können wir neben dem Einsatz energieeffizienter Technik betriebsbedingte Emissionen senken. So werden durch wiederaufbereitete Materialien keine neuen Rohstoffe verbraucht und der Einsatz von neuer Energie, die für die Produktion von Materialien benötigt wird, reduziert. In mehreren Landesgesellschaften baut Kaufland eigens eingerichtete Teststandorte, an denen – in Zusammenarbeit mit den internationalen Fachbereichen der Kaufland Stiftung & Co. KG – innovative Materiallösungen unter realen Bedingungen erprobt werden. Dazu zählen unter anderem Holz oder Dachabdichtungsbahnen, die zu 60 Prozent aus recycelten Kunststofffolien bestehen. Durch diese praxisnahen Tests sammeln wir wertvolle Erkenntnisse, um unsere Bauweise noch ressourcenschonender zu gestalten. 

Holz und Recycling-Baustoffe in Bratislava

Kaufland-Filiale in Holzbauweise

In der slowakischen Hauptstadt Bratislava wurde im Jahr 2023 die erste Kaufland-Filiale in Holzbauweise eröffnet. Die Filiale besteht zu drei Vierteln aus Holz, wodurch allein 335 Kubikmeter Beton weniger für den Bau benötigt wurden. Insgesamt spart die Immobilie im Vergleich zur herkömmlichen Betonbauweise 514 Tonnen CO₂ ein. Mit einer Verkaufsfläche von 2.500 Quadratmetern gehört die Immobilie zu den größten Holz-Filialen in Osteuropa. Ein Teil des Stroms für die Filiale kommt vom eigenen Dach. Dort ist eine Photovoltaikanlage installiert. In Deutschland hat Kaufland bereits 2022 seine Filiale in Marktredwitz (Bayern) in Holzständerbauweise errichtet. Statt Beton wurden dabei für einen Teil des Tragwerks Holzstützen und Leimbinder verwendet. 

Tuttlingen

Kaufland-Filiale in Tuttlingen, Baden-Württemberg

Unsere Filiale in Tuttlingen, Baden-Württemberg, ist ein Beispiel für den Einsatz ressourcenschonender neuer Materiallösungen beim Bau neuer Märkte. Neben der Installation einer Photovoltaikanlage und Ladesäule wurden beim Bau der Filiale vor Ort 5.000 m³ RC-Beton (Recycling-Material aus aufbereitetem Bauschutt) und 1.300 m³ Asphalt-RC-Material beim Abbruch gewonnen. Davon konnten 80 Prozent für die Auffüllung und Herstellung des Bohrplanums und 20 Prozent als Unterbau des Parkplatzes verwendet werden. Ebenso bestehen etwa 30 Prozent der Pflastersteine aus Beton-Abbruchmaterial oder Ziegel-Backstein-Abbruchmaterial. Die Fliesen auf der Verkaufsfläche stammen zu 45 Prozent aus recyceltem Material (Produktionsabfälle und Restprodukte der Steinindustrie). Ebenso wurden Dachabdichtungsbahnen genutzt, die zu 60 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen. Auch der Rammschutz an den Liefereingängen besteht aus recyceltem Material. Hier wurden zu 100 Prozent gruppeneigene Wertstoffe wiederaufbereitet. Weitere recycelte Elemente kamen hier zum Einsatz: Faserplatten (100 Prozent RC-Material), Rockpanel-Fassade mit natürlichem Bindemittel und 50 Prozent Recyclinganteil sowie recycelte Ziegel als Sichtmauerwerk im Mitarbeiterbereich. Im Trockenbau kam darüber hinaus eine Dämmung mit 72 Prozent Recycling-Anteil zum Einsatz. 


Gebäude-Zertifizierung

EDGE Standard

Excellence in Design for Greater Efficiencies (EDGE)

Unsere Baustandards werden kontinuierlich überprüft und, wo sinnvoll, im Sinne von Energieeffizienz weiterentwickelt. Dabei evaluieren wir fortlaufend neue Maßnahmen und Materialien, die messbare Einsparungen bei Energie, Wasser und der in den Materialien gebundenen Energie ermöglichen. Hierbei beziehen wir renommierte nationale und internationale Standards für ressourceneffizientes Bauen ein – wie beispielsweise Excellence in Design for Greater Efficiencies (EDGE), die von der International Finance Corporation (IFC), einem Mitglied der Weltbankgruppe, ausgestellt wird. Im Juli 2025 waren länderübergreifend insgesamt 957 Standorte mit EDGE zertifiziert. Bei Kaufland sind alle Filialen im Eigentum in allen Ländern entsprechend zertifiziert. Über 40 Prozent der Kaufland-Gebäude haben bereits eine EDGE Advanced-Zertifizierung erhalten.


Grünflächen und Gebäudebepflanzung

Erhalt von Biodiversität an unseren Standorten

Wiese

Auch der Bau neuer Gebäude kann Einfluss auf die Biodiversität nehmen, beispielsweise durch die Versiegelung von Flächen. Daher sind bei Neubauten von Kaufland Details zu Bepflanzungsaspekten wie beispielsweise eine extensive Dachbegrünung in den gemeinsam erarbeiteten Baubeschreibungen geregelt, die bei neuen Projekten geprüft werden. Bei geplanten Neubau-, Umbau- oder Abbrucharbeiten lassen wir zudem Artenschutzgutachten zur Bewertung von Nist- und Brutstätten von Tieren wie Vögeln und Fledermäusen durchführen und berücksichtigen dies entsprechend bei den Bauvorhaben.

Gleichzeitig arbeiten wir daran, bei immer mehr unserer Gebäude Insektenhotels und Vogelnisthilfen zu ergänzen und insektenfreundliche Blühstreifen und Bienenlehrpfade anzulegen. Im Rahmen des Green-Building-Konzepts erarbeiten und testen wir darüber hinaus stetig neue Piloten mit dem Ziel, diese zukünftig sinnvoll umzusetzen. Zu den erprobten Maßnahmen gehören beispielsweise die Begrünung von Fassaden oder den Dächern von Einkaufswagenboxen an einzelnen Filialen.

Die in Lindau, Bayern, 2022 eröffnete Filiale bietet dank begrüntem Dach und Fassade einen Lebens- und Rückzugsraum für Insekten und Vögel. Das Dach ist ebenso mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.


Video: Dialog zur nachhaltigen Transformation unserer Immobilien

Gemeinsam mit unseren Partnern und Vermietern arbeiten wir kontinuierlich an nachhaltigen Lösungen rund um unsere Immobilien, denn Mietverhältnisse bilden ein zentrales Hemmnis für nachhaltige Maßnahmen im Gebäudebereich. Vor dieser Herausforderung stehen wir allerdings nicht alleine – deshalb können wir sie auch nur gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft lösen. Im Video erhalten Sie einen Einblick in unsere Podiumsdiskussion vom 24. November 2022, durch die wir den öffentlichen Diskurs für praxistaugliche Lösungen im Bereich der Mietimmobilien angestoßen haben.