Transport und Logistik optimieren
Auch der Weg unserer Produkte verursacht Treibhausgase. Bei Kaufland optimieren wir daher sowohl Transportwege gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern als auch Logistikprozesse, um Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Ein zentraler Fokus liegt auf dem verstärkten Einsatz geeigneter Transportmittel und einer energieeffizienten Lagerhaltung. Dazu gehört, dass wir zunehmend elektrisch betriebene Fahrzeuge nutzen und entsprechende Ladepunkte installieren.
Ladeinfrastruktur für E-Mobilität
Alle Kaufland-Filialen werden täglich per Lkw beliefert. Um Treibhausgase über fossile Brennstoffe zu reduzieren, bringen inzwischen auch E-Lkw die Ware zu ausgewählten Pilotmärkten. Ziel ist es, durch den Einsatz von E-Lkw den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und unseren Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten. So hat die Kaufland Stiftung beispielsweise 2023 an ihrem Logistikstandort Möckmühl in Deutschland einen Ladepark mit acht Ladestationen eröffnet – jede mit einer separaten Spur für einen E-Sattelzug. Hierfür kooperiert die Kaufland Stiftung & Co. KG mit Einride, einem der führenden Anbieter von intelligenten Lösungen für den digitalen, elektrischen und autonomen Gütertransport, um schwere E-Lkw bei der Belieferung ihrer Filialen einzusetzen. Durch den Einsatz von E-Lkw konnten seit der Eröffnung des Ladeparks bereits 1500 Tonnen CO₂ eingespart werden. Des Weiteren eröffnen wir an unserem Standort Barsinghausen in Kooperation mit Milence einen weiteren Ladepark, an dem unsere Spediteure priorisiert laden können. So erweitern wir Stück für Stück unser verfügbares Ladenetz.
Darüber hinaus bauen wir das Angebot von E-Ladestationen für Pkw an unseren Standorten stetig aus. Inzwischen sind in allen unseren Kaufland-Ländern 967 Standorte im Einsatz, die mit Strom aus nahezu 100 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden.
Partnerschaft von Kaufland und Milence
In Barsinghausen laden seit September 2026 in Kooperation mit dem Ladestationsbetreiber Milence unsere Spediteure in einem weiteren Ladepark priorisiert. Der Ladepark befindet sich in unmittelbarer Nähe unseres Logistikverteilzentrums.
Aktuell laden neun Elektro-Lkw mit zu 100 Prozent zertifiziertem Strom aus erneuerbaren Energien und sparen nun unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren rund 700 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Der Ladepark in Barsinghausen wird schrittweise auch um Megawatt-Ladepunkte erweitert, wenn die Leistungsfähigkeit der E-Lkw steigt. Dies bietet uns eine großartige Gelegenheit, unsere Strategie für E-Lkw zu skalieren und in Zukunft mit zusätzlichen Fahrzeugen an diesem Standort zu expandieren.
E-Mobilität beim Einkaufen
An insgesamt 420 Kaufland-Standorten bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, ihr Elektroauto während des Einkaufs ganz bequem mit Strom aus 97,7 Prozent erneuerbaren Energien zu laden (Geschäftsjahr 2025, bilanziell abgesichert durch Herkunftsnachweise, ausgenommen sind Bezugsverträge, die Kaufland nicht beeinflussen kann, wie zum Beispiel bei einzelnen Mietobjekten mit Strombezugsbindung). An 99 Prozent unserer Standorte setzen wir auf Schnelladetechnologien. Bei einer Ladeleistung von 60 Kilowatt kann so innerhalb von 45 Minuten ein Elektrofahrzeug bis zu 80 Prozent aufgeladen werden.
Mit unserem Angebot von E-Ladestationen treiben wir den Ausbau im Handel aktiv voran. Darüber hinaus haben unsere Kunden über die Kaufland-App die Möglichkeit zu besonders attraktiven Konditionen zu laden.
Wir setzen uns aktiv für eine bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur ein und treiben deren Ausbau konsequent voran. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden Verfügbarkeit dieser modernen und emissionsärmeren Technologie.
Erfahren Sie mehr über die Nutzung unserer E-Ladestationen.
Zusammenarbeit mit Partnerspeditionen
Auch bei unseren Transportdienstleistern fördern wir Entwicklungen hin zu einer CO₂e-reduzierten Logistik. Diese wollen wir befähigen, ihren Emissions-Ausstoß zu ermitteln und zu reduzieren. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit den Speditionen erkennen wir große Potenziale, Treibhausgasemissionen einzusparen. Um den technischen Stand des Fuhrparks im Hinblick auf Energieeffizienz und CO₂e-Emissionen objektiv zu bewerten, lassen wir länderübergreifend über 100 Partnerspeditionen durch den externen Dienstleister FUMO auditieren. Aus dem Audit können konkrete Ansatzpunkte für die Einleitung von Maßnahmen, so zum Beispiel zum individuellen Energieverbrauch, abgeleitet und damit CO₂e-Emissionen reduziert werden. Dies wird Kaufland künftig je Distributionsspediteur jährlich durchführen.
Lean & Green
Seit 2013 sind wir Mitglied der Initiative „Lean and Green“. Die Initiative unterstützt Unternehmen dabei, Logistikprozesse ressourceneffizienter zu gestalten und den Ausstoß von Treibhausgasen in den Logistikprozessen der teilnehmenden Unternehmen innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent zu senken. Im Frühjahr 2023 erhielt unsere Logistik für die umfangreiche Reduktion ihres CO₂-Ausstoßes als erste im Lebensmitteleinzelhandel und als zweites deutsches Unternehmen überhaupt die Auszeichnung „3rd Star“ der Initiative „Lean & Green“. Bereits 2014 erhielt Kaufland den ersten „Lean & Green“-Award. Es folgten der „1st Star“ im Jahr 2016, der „2nd Star“ im Jahr 2019 und nun der „3rd Star“. Insgesamt konnte Kaufland im Rahmen der Initiative über 40 Prozent seiner Emissionen (Scope 1 & 2) im Vergleich zum definierten Basisjahr (2010) einsparen.
Das Spektrum der Kaufland-Maßnahmen und -Projekte, die zu den Erfolgen führten, ist breit. Es begann unter anderem mit einer besseren Volumenauslastung der Transporte und weniger gefahrenen Kilometern. Dem schloss sich eine Kooperation für eine bessere Stellplatzauslastung und ein Projekt für stärker gebündelte Warenlieferungen mit Eckes Granini sowie das soziale Projekt „Wertstoffe Wertschätzen“ an. Kaufland nahm hierbei mit Unterstützung von Green Cycle den Recyclingprozess ins Visier und steigerte die Sortierqualität von Wertstoffen. Insgesamt konnte so das gesamte Restmüllaufkommen des Handelsunternehmens in Deutschland um 29 Prozent reduziert werden.
Diese Aktivitäten hat Kaufland im Zuge der „Lean and Green“-Initiative aufgebaut und seit 2019 fortgeführt. Innerhalb der Initiative sind darüber hinaus drei weitere Projekte mit dem Ziel der fortlaufenden CO₂-Reduktion umgesetzt worden: Neben der Umstellung der Stromversorgung auf 97,7 Prozent erneuerbare Energien (im Geschäftsjahr 2025, bilanziell abgesichert durch Herkunftsnachweise, ausgenommen sind Bezugsverträge, die Kaufland nicht beeinflussen kann, wie zum Beispiel bei einzelnen Mietobjekten mit Strombezugsbindung) erarbeitete der Lebensmitteleinzelhändler mit seinen Spediteuren Lösungen, um auch dort den Fokus auf ressourcenschonende Logistikabläufe, beispielsweise durch die Nutzung emissionsarmer Fahrzeugflotten und eine effizientere Tourenplanung, zu stärken und den CO₂e-Ausstoß weiter zu reduzieren. Zudem gelang es, mit der neu entwickelten Klapppalette das Volumen auf Filialbelieferungstouren zu erhöhen.
Konzepte für eine effiziente Lieferkette
Unsere Lagerstandorte
Bereits heute betreiben wir unsere Lagerstandorte besonders emissionsarm, indem wir hocheffiziente Technologien und erneuerbare Energien nutzen. Die wesentlichen Aspekte einer emissionsärmeren Logistik haben wir als Unternehmen der Schwarz Gruppe gemeinsam spartenübergreifend erarbeitet und in eine Roadmap überführt, welche die Grundlage für zahlreiche Maßnahmen bildet. Diese beinhaltet KI gestützte Tourenoptimierung, Elektrifizierung der Lkw, Nachhaltigkeitsaudits oder Direktbelieferung der Märkte. Basis für alle Maßnahmen sind umfassende Daten, die Teil der Klimabilanz sind. So verursachten Transporte im Geschäftsjahr 2025 bei Kaufland rund 1,26 (2023: 1,21) Millionen Tonnen CO₂e, bei Kaufland in Deutschland waren es 0,59 Millionen Tonnen CO₂e. Ein Fokus liegt auf dem Einsatz von emissionsarmen Schwerlasttransporten und in Transportkooperationen.
Kaufland Klapp-Palette
Im Jahr 2020 haben wir unsere Kaufland Klapp-Palette (KKP) in unseren Logistikzentren maßgeblich weiterentwickelt und optimiert. In Deutschland erreichen wir dadurch eine Stellplatzauslastung von 99 Prozent und eine hohe Volumenauslastung des Transportraums von 80 Prozent. Eingesetzt wird die Klapp-Palette bereits in allen Ländern. Mit einer Einsatzdauer von mehr als zehn Jahren ist unsere Klapp-Palette viel langlebiger und damit ressourcenschonender als eine Europalette. Neben der verbesserten Ergonomie beim Packen und Entpacken der Palette sparen wir durch die stabilen Seitenwände jährlich 250 Tonnen Folie ein.
Da wir mit der Kaufland Klapp-Palette die gesamte Ladehöhe des Lkw ausnutzen, senken wir – im Vergleich zur Nutzung der Europalette mit begrenzter Packhöhe – die Transportkosten und sparen CO₂ ein. Insgesamt können wir mit dem Einsatz der Kaufland Klapp-Paletten die Ergonomie deutlich verbessern und das vorhandene Frachtvolumen optimieren.