Nachhaltige Alternativen ausbauen

Wir unterstützen Sie bei einem bewussteren Einkauf, indem wir den Anteil an zertifizierten und ressourcenschonender hergestellten Produkten in unseren Regalen kontinuierlich erhöhen. Denn neben gesundheitlichen Aspekten hat unsere Ernährung auch auf die Umwelt erheblichen Einfluss. Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, in jeder Produktwarengruppe pflanzliche Ersatzprodukte, Bio-Produkte oder fair gehandelte Produkte als Alternative zu herkömmlichen Produkten anbieten zu können. 

Verantwortung im Einkaufsregal

Orientierung an der EU-Strategie ‚Farm to Fork‘

Umweltauswirkungen der Ernährung

Die Frage, wie eine nachhaltige Ernährung für weltweit zehn Milliarden Menschen im Jahr 2050 innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen realisiert werden kann, ist eine der wichtigsten unserer Zeit. Aktuell beansprucht unsere Ernährung 55 % der Biokapazität unseres Planeten. Zentral sind dabei vor allem die Klimaauswirkungen der Lebensmittelproduktion, woran wiederum der weltweit steigende Fleischkonsum einen erheblichen Anteil hat. Denn die Nutztierhaltung ist für etwa 15 % der vom Menschen verursachten globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, womit ihr Anteil nahezu gleich hoch ist wie der des weltweiten Verkehrs. Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO) zufolge hat sich der weltweite Verbrauch pro Person seit den 1960er-Jahren nahezu verdoppelt – von etwa 23,1 Kilogramm pro Jahr auf 43,2 Kilogramm im Jahr 2019. Das liegt teilweise auch am wachsenden Wohlstand in vielen Teilen der Welt, da sich weltweit immer mehr Menschen Fleischkonsum leisten können – wobei der größte Anteil immer noch in den westlichen Industrieländern konsumiert wird.

Laut der FAO sind die Klimaauswirkungen von pflanzlichen Lebensmitteln in der Regel 10- bis 50-mal geringer als die von tierischen Produkten. Demnach würde eine Umstellung von einer überwiegend fleischhaltigen Ernährung auf eine vegetarische oder vegane Ernährung die Emissionen deutlich verringern. Eine Studie aus dem Jahr 2023 ergab zudem, dass eine rein pflanzliche Ernährung nicht nur 75 % weniger Treibhausgase, sondern auch 75 % weniger Wasserverschmutzung verursacht und 75 % weniger Land verbraucht als eine fleischreiche Ernährung (Peter Scarborough et al.: Vegans, vegetarians, fish-eaters and meat-eaters in the UK show discrepant environmental impacts, 2023.).

Vor diesem Hintergrund dient unter anderem die ‚Farm to Fork‘-Strategie der Europäischen Union als wichtiger Orientierungsrahmen für unsere Sortimentsgestaltung. Diese Initiative im Rahmen des European Green Deal verfolgt das Ziel, das europäische Ernährungssystem zukunftsfähiger auszurichten – mit Fokus auf ressourcenschonende Produktion und soziale Standards in der Lieferkette. Konkret setzen wir dies um, indem wir beispielsweise unser Angebot an veganen Produkten unter der Eigenmarke K-PLANT-BASED stetig erweitern und den Anteil an Bio-zertifizierten Lebensmitteln erhöhen und so den ökologischen Landbau aktiv fördern.


Biosortiment

Auswahl an Bio-Produkten

Verschiedene Produkte von K-BIO ORGANIC

Bio-Produkte unterliegen in der Produktion strengeren Richtlinien als landwirtschaftliche Produkte aus konventioneller Erzeugung. Das Konzept ökologischer Erzeugung entspricht unseren Vorstellungen von Transparenz, besseren Tierhaltungssystemen, Biodiversitätserhalt, gesunden Böden, sauberem Grundwasser sowie gesunden, natürlichen Lebensmitteln, die ohne den Einsatz von Gentechnik hergestellt werden. Deshalb ist der kontinuierliche Ausbau unseres Bio-Sortiments ein weiterer Schwerpunkt unserer Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie.

In jeder Warengruppe bieten wir mindestens eine Bio-Alternative zum konventionellen Produkt an. Unter unserer eigenen Marke „K-BIO ORGANIC“ haben wir mit mehr als 550 Bio-zertifizierten Produkten eine große Auswahl – von Gemüse und Obst über Käse oder Mehl bis hin zu Apfelmus – im Angebot. Sie werden unter Einhaltung der EU-Bio-Verordnung hergestellt und von unabhängigen Laboren und Testinstituten auf ihre Qualität regelmäßig geprüft. 

Mit starken Partnern für mehr Bio-Produkte

K-BIO Bioland Zwieback

Im Rahmen unserer Kooperation mit Bioland bieten wir bei Kaufland in Deutschland mehr als 180 Bioland-zertifizierte Eigenmarkenartikel an. Bioland steht für Bio-Produkte, überwiegend aus Deutschland und Südtirol, die nach den strengen Verbandsrichtlinien angebaut und verarbeitet werden und für eine fortschrittliche Bio-Landwirtschaft mit Respekt vor Mensch, Tier und Umwelt stehen.

Außerdem kooperieren wir in Deutschland seit 2018 mit zahlreichen Demeter-Herstellern und sind seit 2020 offizielles Verbandsmitglied von Demeter. Inzwischen bieten wir in unserem Sortiment mehr als 300 Demeter-Produkte an.


Regenerative Landwirtschaft

Förderung von Biodiversität

Wir fördern die regenerative Landwirtschaft und unterstützen über verschiedene Wege, insbesondere die Anpassung von Fruchtfolgen und einen reduzierten Einsatz von Pestiziden und Dünger – Methoden, die auch dazu beitragen können, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. 

Um diese Fortschritte objektiv belegen zu können, arbeitet Kaufland bereits seit 2023 mit dem AgriTech-Unternehmen Klim zusammen. Die Plattform von Klim macht Emissionen und deren Minderung in den landwirtschaftlichen Betrieben transparent und messbar. So können Landwirte tatsächliche Einsparungen nachweisen, wenn sie ihre Fruchtfolgen diversifizieren, Pflanzenschutz- und Düngemittel reduzieren oder die Bodenbearbeitung schonender gestalten.


Pflanzliche Alternativen

Vegane und vegetarische Ernährung

Immer mehr Menschen setzen auf einen fleischlosen oder pflanzlichen Lebensstil, weshalb wir unseren Kunden die Vielfalt der vegetarischen und veganen Ernährung anhand eines umfangreichen Sortiments aufzeigen und ihnen diese Ernährungsweisen so leicht wie möglich zu machen, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen.

Bei Kaufland bieten wir viele vegane und vegetarische Lebensmittel an. Viele Produkte kommen von unserer Eigenmarke „K-PLANT BASED“, die zur besseren Erkennbarkeit das V-Label tragen. In vielen Fällen sind sie zudem mit dem Bio-Siegel für kontrolliert ökologische Landwirtschaft gekennzeichnet. Wo es möglich ist, setzen wir Rohstoffe nach definierten Umweltkriterien ein und verwenden so wenig Aromastoffe wie nötig. Die Vielfalt der Produkte ist groß: Neben Hülsenfrüchten und daraus hergestellten Produkten wie Tofu, Tempeh, Mehl (z. B. Kichererbsenmehl) oder Nudeln (z. B. Penne aus grünen Erbsen), gibt es auch Nüsse und diverse Nussmuse, Brotaufstriche, Milchersatzprodukte wie Haferdrink oder Sojajoghurt, sowie zahlreiche Fertigprodukte wie Hummus, Falafel, Schnitzel oder Lasagne.

Mittlerweile gibt es mehr als 100 K-PLANT BASED Produkte im Sortiment. Ende 2023 haben wir die Preise unserer veganen Eigenmarkenprodukte an die Preise der tierischen Vergleichsprodukte angepasst.

Zu unseren weiteren Maßnahmen zählen:

  • Aktionen wie z. B. die Teilnahme am Veganuary. Der Veganuary ist eine internationale Initiative, die dazu einlädt, im Januar eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Für uns bei Kaufland bedeutet das konkret, Barrieren abzubauen: Wir unterstützen Sie mit Rezepten und Tipps dabei, pflanzliche Alternativen ohne Zusatzkosten kennenzulernen.
  • Kommunikation mit einem speziellen Fokus auf vegane Produkte
V-Label Vegan
V-Label Vegetarisch
EU-Bio-Siegel

Produktzertifizierungen

Verwendung anerkannter Standards

Für unsere strategische Ausrichtung und den Aufbau des Produktsortiments spielen zudem Zertifizierungssysteme eine grundlegende Rolle. Im Lebensmittelbereich setzt Kaufland auf anerkannte Standards wie beispielsweise Fairtrade, Bio und Rainforest Alliance, um eine sozial- und umweltverträglichere Herstellung zu fördern. Produktionsstätten, die die Unternehmen von Kaufland mit Lebensmitteln und Drogerieprodukten im Eigenmarkensortiment beliefern, sind zudem nach dem International Featured Standard (IFS) oder dem British Retail Consortium (BRC) zertifiziert – diese Zertifizierungen sind in den Lieferantenanforderungen von Kaufland enthalten. Wenn ein entsprechender Nachweis nicht erbracht werden kann, findet eine Risikobeurteilung und Auditierung statt, anhand derer über den Beginn einer Lieferantenbeziehung entschieden wird. Auch die verwendeten Rohstoffe und die Produktionsbedingungen der Kaufland Fleischwerke unterliegen diesen Anforderungen, wie denen des IFS, und durchlaufen zahlreiche Qualitätskontrollen. Die gemeinsam festgelegte Maxime ist es, nur sichere Lebensmittel in den Verkehr zu bringen, eine gleichbleibend hohe Qualität zu sichern und potenzielle Gesundheitsgefahren zu vermeiden. 

Eine ausführliche Übersicht über unsere Zertifizierungen und Standards erhalten Sie hier.

Demeter

Demeter Logo und Produkte

Wir ergänzen unser Bio-Sortiment stetig um hochwertige Demeter-Produkte. Der Verband steht für höchste Qualität und eine biodynamische Landwirtschaft, die durch Kreislaufwirtschaft gezielt die Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt fördert. Hier erfahren Sie mehr zu Demeter bei Kaufland

Qualität aus der Heimat

Von hier für dich - Qualität aus der Heimat

Wir fördern die Heimat: In unserem Sortiment finden Sie eine große Auswahl an heimischen Produkten aus einem Umkreis von 30 km zur nächsten Filiale. Neben Obst und Gemüse führen wir zum Beispiel Molkereiprodukte, Wurstspezialitäten, Backwaren, Mineralwasser, Wein oder Bier. Unser Angebot variiert je nach Region und Saison. 

Fairtrade

Fairtrade Logo und Produkte

Durch das Angebot von Fairtrade-zertifizierten Produkten unterstützen wir gerechte Arbeits- und Handelsbedingungen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Fairtrade-Produkte

Wir bieten Ihnen ein breit gefächertes Sortiment an Artikeln mit dem Fairtrade-Siegel. Unser Angebot reicht von Kaffee- und Teespezialitäten über Kakao, Fruchtsäfte, Wein, Schokoladen, Brotaufstriche, Gebäck, Reis, Zucker und Bananen bis hin zu Blumen.

Fairtrade Kakaoprogramm

Bei uns finden Sie Schokoladenprodukte von K-Classic und K-Bio mit dem Fairtrade-Rohstoff-Siegel (für Kakao), deren Kakaoanteil aus fairem Handel stammt. Dazu zählen unter anderem die Tafel-Schokolade, der Schokoladen-Aufstrich, diverse Müslis und Cookies.

Wenn Sie mehr zur Bedeutung des Fairtrade-Siegels erfahren möchten, schauen Sie auf der Internetseite vorbei: www.fairtrade-deutschland.de

Rainforest-Alliance-zertifizierter Kaffee

Rainforest-Alliance-zertifizierter Kaffee

Mit Kaffee-Artikeln, die mit dem Rainforest Alliance Certified Siegel gekennzeichnet sind, wie zum Beispiel die Kaffee-Milch-Mischgetränke von K-Classic, unterstützen wir den ressourcenschonenderen Anbau von Kaffee. Der Kaffee stammt von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen. Die Rainforest Alliance setzt sich unter anderem für den Erhalt der Artenvielfalt und die ökologisch verträgliche Landnutzung ein. Sie arbeitet sowohl mit Land- und Forstwirtschaft als auch mit der Tourismusindustrie zusammen. Mehr Informationen zur Rainforest Alliance, wo sie überall tätig ist oder wie Sie sich direkt engagieren können, erhalten Sie unter www.rainforest-alliance.de.

Bananen

Nachhaltige Banane

Gemeinsam für faire Löhne: Unser Engagement im Bananensektor

Als Teil einer Arbeitsgruppe des deutschen Einzelhandels setzt sich Kaufland gemeinsam mit weiteren deutschen Handelsunternehmen für die Etablierung existenzsichernder Löhne (Living Wages) in der Bananenproduktion ein.

Wir sind davon überzeugt, dass ein nachhaltiger Wandel nur durch vorwettbewerbliche Zusammenarbeit gelingt, um den Menschen in den Anbauregionen langfristig eine sichere und verlässliche Lebensgrundlage zu bieten.

Unser übergeordnetes Projektziel ist es, langfristig bei allen Eigenmarken-Bananen sicherzustellen, dass für deren Produktion existenzsichernde Löhne gezahlt werden. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der alle Akteure der Lieferkette einbindet und nach dem Grundsatz der geteilten Verantwortung („shared responsibility, shared reward, shared risk“) agiert. Betriebe, die aktuell noch eine Lohnlücke aufweisen, werden nicht aus dem Beschaffungsportfolio ausgeschlossen. Stattdessen unterstützen wir sie aktiv bei der Schließung dieser Lücke, unter anderem durch die Auszahlung eines sogenannten „Living-Wage-Differentials“ (einer Prämie). Für die transparente Erhebung und internationale Vergleichbarkeit der Daten nutzen wir etablierte Werkzeuge wie die Anker-Methode und die digitale IDH Salary Matrix.

Die praktische Umsetzung des Projekts wird in wichtigen Anbauländern wie Costa Rica und Kolumbien, Ecuador und der Dominikanischen Republik vorangetrieben. Unterstützt und eng begleitet wird dieses Engagement durch die SASI (Teil der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ). Neben der Etablierung fairer Löhne steht dabei die Verbesserung der allgemeinen Arbeitsbedingungen im Fokus unseres Engagements. In enger Abstimmung mit Organisationen wie Fairtrade, der Rainforest Alliance, Banana Link sowie lokalen Gewerkschaften setzen wir uns gezielt für die Stärkung von Arbeitnehmervertretungen ein. Gemeinsames Ziel ist es, menschenwürdige Arbeit nach den Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachhaltig zu fördern und durchzusetzen.

 

Share

Verschiedene Artike von SHARE

In unserem Sortiment finden sich auch Artikel von share. Das Besondere: Bei jedem Kauf eines share-Artikels spendet share eine gleichwertige Hilfeleistung an einen anderen Menschen. Welche Projekte das genau sind, verrät der jeweilige QR-Code auf den Produktverpackungen.


Innovative Anbaumethoden

Unsere Partner

Kaufland arbeitet mit langjährigen Kooperationspartnern zusammen, um durch innovative Anbaumethoden einen ressourcenschonenden und energieeffizienten Anbau von Obst und Gemüse zu unterstützen. 

Ganzjährige Tomaten und Salate aus Deutschland

Gemüsefeld

Seit November 2018  bieten wir ganzjährig Tomaten aus Deutschland. Die Firma Gemüsering baut die Tomaten in Zorbau, Sachsen-Anhalt, exklusiv für uns an.

Die wichtigsten Fakten zu unseren Tomaten:

  • Im Gewächshaus mit rund 80.000 Quadratmetern reifen 180.000 Setzlinge für Rispen-, Cocktail- und Snacktomaten zu marktfrischen Tomaten.
  • Ziel ist es, gesundes Gemüse zu produzieren, möglichst wenig Emissionen zu verursachen und Rohstoffe sparsam einzusetzen: Beheizt wird das Gewächshaus durch die Abwärme der benachbarten Verwertungsanlage. Ein geschlossener Wasserkreislauf nutzt zu 75 Prozent Regenwasser. 
  • Nutzinsekten spielen beim Anbau eine wichtige Rolle: Schlupfwespen bekämpfen Schädlinge, Hummeln bestäuben die Pflanzen. Da die Tomaten bedarfsorientiert gedüngt und Pflanzenschutzmittel sehr sparsam eingesetzt wird, entwickeln sie ihr volles Aroma.

Salate vom Rheinlandhof

Gemüsefeld - Salate werden von zwei Männern gezeigt

Bei Kaufland finden Kunden in vielen Filialen bundesweit Kopfsalat und Multicolorsalat jeweils mit Wurzelballen, die von unserem Kooperationspartner, dem Rheinlandhof, das ganze Jahr über frisch aus Nordrhein-Westfalen angeboten werden. Das besondere Konzept des Hofs ist eine Anbautechnik, die bisher kaum in Europa eingesetzt wird:

Statt in heimischer Erde werden die Salate auf dem Rheinlandhof in mehreren großen Teichen angebaut. Auf diesen Teichen wachsen die Salatpflanzen auf schwimmenden Platten. Da aus dem Teichsystem kein Tropfen Wasser entweicht, spart der Anbau 90 Prozent an Wasser im Vergleich zum Feldanbau. Durch gelöste Nährstoffe im Wasser haben die Salatpflanzen ideale Wachstumsbedingungen und benötigen 75 Prozent weniger Düngemittel. Weiterhin entsteht durch das geschlossene System keine Verschmutzung des Grundwassers. Zudem sind sie von Wettereinflüssen geschützt und finden eine konstante Temperatur vor, was Ernteausfälle minimiert und eine ganzjährige Produktion des Salats ermöglicht. Auf einer Fläche von ca. vier Fußballfeldern können so das ganze Jahr über bis zu 10 Millionen Salate mit Wurzelballen geerntet werden. Durch die Wurzelballen ist der Salat länger haltbar.

Unterstützt werden die Mitarbeiter durch hochmoderne Automatisierungstechnik. So helfen automatisierte Wasserwege beim Transport der Waren und sorgen mit dafür, dass der Salat nach der Ernte innerhalb weniger Stunden in den Kaufland-Filialen angeboten wird.  

Regionale Erdbeeren im Winter

Projekt Chiemsee - offenblende FBV

Zusammen mit der Familie Reichenspurner betreibt Kaufland im Chiemgau ein 22 Fußballfelder großes Gewächshaus, dessen Strom- und Wärmebedarf fast ausschließlich über erneuerbare Energien abgedeckt wird. Hier werden ganzjährig Erdbeeren, Tomaten und Paprika angebaut und geerntet. Damit die Pflanzen gesund und vital bleiben, kontrolliert eine Entomologin (Insektenforscherin) mit ihrem Team täglich die gesamten Kulturen. Wird ein Schädling entdeckt, wird direkt mit Nutzinsekten gegengesteuert. Das sind unter anderem Raubmilben, Schlupfwespen und Marienkäfer. 

Das Gewächshaus liegt geographisch günstig, sodass es vollständig mit thermischer Energie versorgt werden kann. Denn heizen mit Erdwärme ist nicht an jedem Standort möglich. Die Vorteile von Erdwärme: Sie erzeugt weder CO₂ noch Feinstaub-Emissionen und ist unbegrenzt verfügbar. Über einen Kreislauf wird etwa 110 Grad heißes Thermalwasser aus 3.000 Metern Tiefe nach oben gepumpt. Die Wärme wird mit einem Wärmetauscher an den Fernwärmekreislauf abgegeben, der die Wärme in das Gewächshaus weiterleitet. Das Tiefenwasser wird anschließend wieder zurück in den Boden gepumpt.

Auf den Dächern befindet sich eine 600-kWp-Photovoltaikanlage. Der dort produzierte Strom wird zu 100 Prozent für das Gewächshaus verwendet. Durch den Einsatz von LED-Lampen im Gewächshaus wird nur etwa halb so viel Energie verbraucht wie bei anderen konventionellen Belichtungssystemen.

Der dadurch erzeugte Strom wird u.a. für die Belichtung der Tomaten verwendet. Die hierbei entstandene Abwärme verpufft nicht, sondern erwärmt das Gewächshaus. Ein großer Teil des entstehenden CO₂ dient der Pflanze als Nahrung und wird somit natürlich gebunden und in O₂ umgewandelt.

Das Regenwasser wird über die Dachflächen aufgefangen und in einem Wasserbecken gesammelt. Das ist 50.000 m³ groß und steht neben dem Gewächshaus.


Schutz der Meere

Für mehr Leben im Meer

Unsere Weltmeere sind durch Umweltverschmutzung und Fischerei gefährdet. Um den Lebensraum Meer zu erhalten, setzen wir uns für saubere Meere, bestandssichere Fischerei und verantwortungsvollere Fang- und Zuchtmethoden ein. Stark bedrohte Fischarten wie z. B. Aal, Dornhai führen wir nicht im Sortiment. Wir wählen unsere Produkte mit Bedacht aus, fördern strenge Zertifizierungsrichtlinien und achten auf Information und Transparenz. Werfen Sie einen Blick in unsere Leitlinie Fisch.

Schiff im Meer

ASC-, MSC- und GGN-Siegel

Verschiedene ASC-, MSC- oder GGN-zertifizierte Produkte

Wir bieten als erster Lebensmittelhändler landesweit bei unserem kompletten Tiefkühl-Eigenmarkensortiment nur noch ASC-, MSC- oder GGN-zertifizierten Fisch und Garnelen an. Im Rahmen unserer Sortimentsgestaltung erweitern wir stetig unser Angebot an Fischprodukten mit ASC-, MSC- und GGN-zertifiziertem Fisch. Diese Produkte sind entsprechend gekennzeichnet, sodass die Kunden gezielt ihre Auswahl treffen können.

Verantwortung zu übernehmen bedeutet für uns, konkrete soziale und ökologische Standards entlang unserer Lieferketten zu fördern. Daher legen wir bei Kaufland großen Wert darauf, unser Sortiment gezielt durch Produkte mit anerkannten Nachhaltigkeitssiegeln sowie ressourcenschonendere Verpackungen zu gestalten.

ASC - Aquaculture Stewardship Council

Das Logo des unabhängigen und gemeinnützigen Aquaculture Stewardship Council (ASC) kennzeichnet Produkte,  die – im Vergleich zu konventionellen Zuchten – aus umweltschonenderen und sozial verantwortungsvolleren Fischzuchten stammen.  Der Standard umfasst unter anderem die Arbeitsbedingungen in den Fischzuchten, den Einsatz von Futtermitteln und Medikamenten, den Schutz und die Bewahrung der Wasserqualität und Lebensräume wild lebender Fische. Die Einhaltung der Kriterien wird durch unabhängige Gutachter kontrolliert. Mehr Infos zum ASC-Siegel unter www.asc-aqua.org.

MSC - Marine Stewardship Council

Das Ziel des MSC ist es, den Schutz der weltweiten Fischbestände zu fördern. Fischereien, die das blaue MSC-Siegel tragen, verpflichten sich zur Einhaltung strenger Standards, um Überfischung zu vermeiden und die marinen Ökosysteme zu schonen. In den letzten 20 Jahren haben über 370 Fischereien ihre Praktiken auf diese zertifizierten Standards umgestellt. Das MSC-Siegel kennzeichnet somit Fischprodukte, die aus Fischereien stammen, welche die unabhängig geprüften Anforderungen des MSC an eine verantwortungsvollere Fischerei erfüllen.

Weitere Infos zum MSC-Siegel unter www.msc.org.

Ökologische Aquakultur mit Bio-Siegel

Ökologische Aquakultur mit Bio-Siegel

Unter Aquakultur versteht man die kontrollierte Aufzucht von Fisch und Meeresfrüchten, auch Aquafarming genannt. Wir unterstützen eine verantwortungsvolle Alternative zur Aquakultur: die ökologisch betriebene Aquakultur. Erkennbar ist sie am Bio-Siegel auf unseren Fisch- und Meeresfrüchten-Produkten, zum Beispiel auf Garnelen, Lachs und Forellen verschiedener Marken. Ökologische Aquakulturen gewinnen aufgrund der Überfischung allgemein an Bedeutung, aber auch wegen der Probleme und Gefahren für Ökosysteme in den Aufzuchtgebieten, die durch herkömmliche Aquakulturen entstehen.

followfood

followfood Artikel

Wir unterstützen die Philosophie der Marke followfood: Sie steht für verantwortungsvollen Wildfang oder Aquakultur. Ein Beispiel: Thunfisch mit followfood-Kennzeichnung stammt aus traditioneller Angelruten-Fischerei. Diese Fangmethode ermöglicht den gezielten Fang einzelner Fische, um so den Beifang zu reduzieren. Über einen Tracking-Code auf der Verpackung lassen sich weitere Informationen wie die genaue Herkunft der Produkte nachvollziehen.

Mehr zu den Werten, der Arbeitsweise und der Philosophie von followfish und warum es so wichtig ist, das Meer zu schützen, erfahren Sie unter www.followfood.de.

Mehr Informationen erhalten Sie in unserer aktuellen Leitlinie "Gut ernähren”.